Easygenerator Alternative: Wenn Folienkurse nicht mehr reichen

Easygenerator war die richtige Entscheidung. Vor drei Jahren. Drei Signale, ab wann sich ein Wechsel wirklich rechnet.
Sebastian Walker, CEO Omnora
Sebastian Walker
August 21, 2026
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Grafik: Statische Folienkurse gegenüber einem vollständigen Videokurs mit Quiz und Exportformaten
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Wann lohnt sich eine Alternative zu Easygenerator?

Easygenerator ist stark, wenn Fachbereiche einfache, folien- und textbasierte Kurse selbst erstellen sollen. Eine Alternative lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen: mehr als etwa 20 Trainings im Jahr mit regelmäßigen Updates, mindestens zwei Sprachen und ein wachsender Anteil an Themen, die gezeigt statt beschrieben werden müssen. Dann sind Video, Vertonung und Sprachversionen nicht mehr Nebenformat, sondern Kernbedarf. Trifft nur ein Signal zu, ist ein Wechsel meist kein Gewinn.

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  1. Der Ansatz bleibt richtig. Fachbereiche selbst produzieren zu lassen, ist der eigentliche Skalierungshebel.
  2. Das Format entscheidet. Folienkurse stoßen bei Video, Vertonung und Sprachen an Grenzen.
  3. Drei Signale, nicht eins. Erst Menge, Sprachen und Videobedarf zusammen kippen die Rechnung.

Easygenerator war die richtige Entscheidung. Vor drei Jahren.

Damals ging es darum, Trainingserstellung aus der Abhängigkeit von zwei Storyline-Profis zu lösen und Fachbereiche selbst produzieren zu lassen. Das hat funktioniert. Die Frage heute ist eine andere: Reicht ein folienbasiertes Werkzeug noch, wenn Ihre Inhalte ständig veralten und in fünf Sprachen ausgerollt werden müssen?

Was Easygenerator gut macht

Das gehört an den Anfang, denn die Stärken sind real. Der Einstieg ist einfach, Fachexperten kommen ohne didaktische Schulung zurecht, die Oberfläche ist aufgeräumt, und im europäischen Mittelstand ist das Werkzeug etabliert. Wer von PowerPoint kommt, findet sich in einer Stunde zurecht.

Der Ansatz, Fachbereiche selbst produzieren zu lassen, ist der richtige. Genau das ist der Hebel, der Trainingserstellung skalierbar macht, unabhängig vom Werkzeug.

Der Unterschied liegt woanders: darin, was am Ende aus dem Werkzeug herauskommt.

Wo die Rechnung kippt

Easygenerator ist im Kern folien- und textbasiert. Aus Inhalten werden strukturierte Seiten mit Text, Bildern und Fragen. Für Wissensvermittlung, die sich lesen lässt, ist das ausreichend.

Drei Anforderungen laufen gegen diese Bauweise.

1 Video ist kein Nebenformat mehr

Softwareschulungen brauchen Screencasts. Unterweisungen funktionieren besser gezeigt als beschrieben. Wer Video will, produziert es woanders und bindet es ein. Damit sind Sie wieder bei einer Werkzeugkette, die jemand pflegen muss.

2 Der Input bleibt Handarbeit

Ein folienbasiertes Werkzeug beschleunigt das Zusammenbauen. Es beschleunigt nicht das Davor: das Skript, die Abstimmung mit dem Fachbereich, die drei Korrekturrunden. Genau dort liegt in den meisten Teams der größere Zeitblock, wie die ehrliche Kostenrechnung für ein Schulungsvideo zeigt.

3 Sprachversionen bleiben ein Projekt

Text lässt sich übersetzen. Ein vertontes Training mit Sprecher, Timing und Untertiteln nicht in einem Schritt. Ab der dritten Sprache dominiert dieser Posten die Gesamtkosten.

Keiner dieser drei Punkte ist ein Mangel im engeren Sinn. Sie sind die Konsequenz einer bewussten Produktentscheidung: Easygenerator baut Folienkurse, keine Videokurse.

Der andere Ansatz

Omnora setzt eine Ebene früher an. Statt einen Kurs zu bauen, erfassen Sie Wissen und lassen den Kurs entstehen.

Drei Wege führen hinein:

  • Interview-to-Training. Ein KI-gestütztes Experteninterview holt das Wissen aus dem Kopf, mit Nachfragen dort, wo eine Aussage unvollständig bleibt.
  • Document-to-Training. Vorhandene Arbeitsanweisungen, SOPs und Präsentationen werden zu strukturierten Kursen.
  • Text-to-Video. Das Wissen ist aufgeschrieben, das System macht ein Training daraus.

Was herauskommt, ist ein vollständiger Kurs: Avatar oder Screencast oder Realvideo, Vertonung, Quiz direkt im Video, SCORM- und xAPI-Export, Untertitel und Übersetzung. 120+ Avatare, 140+ Sprachen für Vertonung und Untertitel.

Typischerweise bis zu 80 Prozent schnellere Produktion pro Trainingsstunde gegenüber klassischer Kursproduktion. Das ist ein Erfahrungswert, keine Garantie.

Die zwei Punkte, die im Betrieb den Ausschlag geben

1 Aktualisierung ohne LMS-Zirkus

SCORM-Remote-Update heißt: Sie ändern den Inhalt, die Änderung greift, kein Neuimport. Rechnen Sie das für Ihren Bestand durch. Bei 200 Kursen und einer halben Stunde LMS-Handarbeit pro Update sind das 100 Stunden im Jahr, die nur aus Import und Versionierung bestehen.

2 Sprachversion als Export statt als Vorhaben

Die Quelle bleibt eine, die Sprachfassungen entstehen daraus. Damit entfällt auch die Versionsdrift, bei der die deutsche Fassung aktuell ist und vier andere auf dem Stand von vorletztem Jahr stehen. Wie das im internationalen Rollout aussieht und was trotzdem ein Mensch prüfen muss, steht im Beitrag zu mehrsprachigen Schulungsvideos ohne Übersetzungsagentur.

Dazu Compliance-Merkmale, die in regulierten DACH-Branchen oft die Beschaffung entscheiden: Hosting in Deutschland auf Azure, DSGVO-konform, TISAX-assessiert, keine Nutzung Ihrer Daten für Modelltraining.

Was das in der Praxis bedeutet

DPD Deutschland arbeitet seit 2022 so: rund 9.000 Mitarbeitende, 79 Depots. In zweieinhalb Jahren über 1.800 Videos, produziert von etwa 240 aktiven Autor:innen aus den Fachbereichen. Die Produktionszeit pro Lernvideo fiel von rund einem Arbeitstag auf etwa eine Stunde.

Die interessante Zahl ist nicht die Stunde, sondern die 240. Das ist derselbe Gedanke, mit dem Sie sich für Easygenerator entschieden haben, nur eine Formatstufe weiter.

Ehrlich zur Grenze

Für sehr komplexe, verzweigte Kursszenarien und Simulationen ist Articulate stärker als beide. Omnora ist bewusst auf Video plus Microlearning spezialisiert. Wenn Ihr Kernbedarf verschachtelte Entscheidungspfade sind, ist keins der beiden hier die richtige Antwort. Die Abgrenzung steht im Vergleich zur Articulate 360 Alternative.

Und wenn Ihre Inhalte überwiegend Text sind, sich selten ändern und nur in einer Sprache ausgerollt werden, dann ist ein Wechsel kein Gewinn. Dann arbeitet Easygenerator genau in seinem Bereich.

Wann ein Wechsel sich rechnet

Drei Signale, die zusammen den Ausschlag geben:

  • Mehr als etwa 20 Trainings im Jahr, die regelmäßig aktualisiert werden müssen
  • Mindestens zwei Sprachen im Rollout
  • Ein wachsender Anteil an Themen, die gezeigt und nicht beschrieben werden müssen

Treffen alle drei zu, verschiebt sich die Rechnung deutlich. Trifft nur eins zu, wahrscheinlich nicht.

Ein pragmatischer Zwischenweg funktioniert ebenfalls: Easygenerator bleibt für textbasierte Kurse, die Videostrecke läuft parallel. Das erzwingt keine Migration und liefert nach sechs Wochen belastbare Zahlen für die Entscheidung.

Der Test, der Klarheit bringt

Nehmen Sie Ihre letzten zehn produzierten Trainings und beantworten Sie drei Fragen. Wie viele davon wären als Video besser gewesen? Wie oft wurde jedes seit Erstellung aktualisiert? In wie vielen Sprachen liegt es vor?

Die dritte Frage ist die entscheidende. Wenn die Antwort überwiegend eins lautet, obwohl Sie an mehreren Standorten arbeiten, dann ist das kein Bedarf, der fehlt. Es ist einer, der am Aufwand gescheitert ist.

Wie sich Omnora als Alternative im Corporate Learning einordnet: Trainings aus Ihrem Wissen, mit Quiz, SCORM-Export und Hosting in Deutschland.

Zum Vergleich Omnora vs. Synthesia →

Häufige Fragen

Was kann Easygenerator gut?

Der Einstieg ist einfach, Fachexpertinnen und -experten kommen ohne didaktische Schulung zurecht, und die Oberfläche ist aufgeräumt. Für Wissensvermittlung, die sich lesen lässt, ist der folienbasierte Ansatz ausreichend. Im europäischen Mittelstand ist das Werkzeug etabliert.

Wo stößt ein folienbasiertes Autorentool an Grenzen?

Bei Video, etwa Screencasts für Softwareschulungen, bei der Handarbeit vor dem Zusammenbauen wie Skript und Abstimmungsrunden und bei Sprachversionen mit Vertonung und Untertiteln. Ab der dritten Sprache dominiert dieser Posten oft die Gesamtkosten.

Woran erkenne ich, ob sich ein Wechsel rechnet?

An drei Signalen zusammen: mehr als etwa 20 Trainings im Jahr, die regelmäßig aktualisiert werden, mindestens zwei Sprachen im Rollout und ein wachsender Anteil an Themen, die gezeigt werden müssen. Trifft nur eines zu, lohnt sich ein Wechsel wahrscheinlich nicht.

Muss ich Easygenerator komplett ersetzen?

Nein. Ein pragmatischer Zwischenweg: Easygenerator bleibt für textbasierte Kurse, die Videostrecke läuft parallel. Das erzwingt keine Migration und liefert nach einigen Wochen belastbare Zahlen für die Entscheidung.

Wann ist Articulate die bessere Wahl?

Für sehr komplexe, verzweigte Kursszenarien und Simulationen. Dort ist Articulate stärker als Easygenerator und als videobasierte Werkzeuge. Wenn Ihr Kernbedarf verschachtelte Entscheidungspfade sind, ist ein Wechsel zu einem Videowerkzeug nicht die richtige Antwort.

Quellen

  1. Omnora: 120+ Avatare; 140+ Sprachen für Vertonung und Untertitel; typischerweise bis zu 80% weniger Produktionszeit je Trainingsstunde; SCORM- und xAPI-Export mit Remote-Update [Omnora-Erfahrungswert]
  2. Freigegebene Kundenreferenz: Produktionszeit pro Lernvideo und Zahl aktiver Autorinnen und Autoren, wie im Beitrag angegeben [Omnora-Erfahrungswert]

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